Der Nasssauger als wichtiges Hilfsmittel bei Hausstauballergie

Hausstauballergiker sind von den Symptomen der Allergie oft Leid geplagt. Trennende und juckende Augen, sowie auch eine laufende Nase oder ständiger Niesreiz sind nur die Spitze des Übels.

Noch schlimmer hat es diejenigen getroffen, bei denen die Hausstauballergie einen sogenannten Etagenwechsel vollzogen hat und auf die Bronchien geschlagen ist. Der betroffene Allergiker hat dann häufig Schwierigkeiten zu atmen, es kann sich Asthma entwickeln und Kurzatmigkeit.

Auslöser der Hausstauballergie

Frau in grauem Pullover putzt sich die Nase nach dem Gießen
Vor allem für Allergiker unerfreulich: Hausstaub und Hausstaubmilben

Der Auslöser der Hausstauballergie ist die europäische Hausstaubmilbe. Mit einer Größe von weniger als einem halben Millimeter ist sie in jedem deutschen Haushalt zu finden, denn man kann sich vor ihr nicht schützen. Man findet sie in jedem Haushalt vor allem in der Matratze, aber auch in Polstern, Teppichen, einer Schlafcouch, einem Gästebett, und an vielen Orten mehr.

Jeder einzige dieser Milben ernährt sich hauptsächlich von menschlichen Hautschuppen und produziert in ihrem kurzen Leben (zwischen 30 und 100 Tagen) mehr als das 200-fache ihres Körpergewichtes an Kot.

Dieser Kot ist sehr eiweißreich und zerfällt in mikroskopisch kleine Partikel, wenn er trocknet. Diese Partikel verbinden sich mit dem Hausstaub.

Nun kommt der Allergiker ins Spiel: überall wo in dieser Hausstaub begegnet und er in einatmet, reagiert sein Körper auf die Belastung, hauptsächlich auf das fremder Eiweiß.

Einzig Milbenbekämpfung hilft wirklich

Wir haben mit Kai Westermeier von der Seite https://hausstaubmilben.org gesprochen. Er erklärt uns, dass es leider überhaupt nicht möglich ist, die Milben im Haus vollständig zu beseitigen. Die Strategie muss daher sein, die Belastung durch den Hausstaub so weit wie möglich zu reduzieren.

An oberster Stelle stehen spezielle Matratzenüberzüge, die sogenannten Encasings. Diese sind so fein gewebt, dass sie keine Hautschuppen mehr zu den Milben durchlassen. In Folge entzieht man den Milben einen Großteil der Lebensgrundlage.

Neben feuchtem Wischen der Böden und feuchtem Staubwischen aller freien Flächen, rät uns der Experte, möglichst wenig Staubfänger in der Wohnung zu haben. Nach Möglichkeit sollte man auf alle schwer zu säubernden Gegenstände und Deko-Artikel (z.B. ein Kranz aus Trockenblumen) verzichten.

Polster und Matratzen sind ein großes Problem

Wie bereits Eingangs beschrieben, sammeln sich insbesondere in Polstern, Couchgarnituren und Matratzen die Milben. Die Matratzenüberzüge entziehen zwar den Milben die Lebensgrundlage, jedoch bleiben die toten Milben und der Kot in der Matratze. Darüber hinaus gibt es für Polstergarnituren und viele Gästebetten keine solchen Überzüge.

Um nun möglichst viele Milben aus den Polstern zu bekommen, kann ein Nasssauger sehr hilfreich sein. Der Nasssauger spült zumindest aus den oberen Schichten Kot und Milben aus, wobei die Allergene mit dem Wasser gebunden sind. Besonders gut geeignet sind hier spezielle Waschsauger, z.B. von der Firma Kärcher. Diese saugen das Wasser gleich mit dem Schmutz wieder ein, was die Trockenzeit von Polstergarnitur und Matratze deutlich verringert.

Wir empfehlen die Anwendung im Sommer, denn besonders wichtig ist, dass die nassen Teile anschließend sehr gut gelüftet und nach Möglichkeit in der Sonne getrocknet werden. Die Feuchtigkeit muss restlos aus den Möbeln und der Matratze heraus, weil den Milben sonst eine erstklassige Lebensumgebung geboten wird.