Staubsauger entsorgen – worauf muss geachtet werden?

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Es dürfte heute wohl kaum einen Haushalt in Deutschland geben, in dem nicht wenigstens ein Staubsauger benutzt wird. Es gibt kaum ein anderes Gerät, mit dessen Hilfe sich Teppichböden und Polstermöbel so schnell, gründlich und bequem reinigen lassen. So nützlich Staubsauger auch sind, einmal kommt der Tag, an dem sie ihren Dienst aufgeben und entsorgt werden müssen. Dann erhebt sich die Frage, wie das Altgerät entsorgt werden soll. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.

Entsorgung Staubsauger auf der Müllkippe
Kann man den Staubsauger einfach auf der Müllkippe entsorgen?

1. Hausmüll oder Sperrmüll

Auf gar keinen Fall! Es ist streng verboten, Elektrogeräte, darunter auch Staubsauger, auf diese Art und Weise zu entsorgen. Dafür gibt es gute Gründe. Zum Beispiel enthalten alle Elektrogeräte Elektromotoren, deren Wicklungen aus Kupferdraht bestehen. Kupfer ist ein wertvoller Rohstoff, der recycelt werden kann. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt, weil der Abbau von Kupfererz und die Verhüttung zu Kupfer sehr umweltschädlich ist.

Außerdem enthalten alle Elektrogeräte, darunter auch Staubsauger, Spuren von Schwermetallen wie Cadmium, die stark giftig sind.

2. Sammelstelle für Elektroschrotts

Solche Sammelstellen gibt es auf den Wertstoffhöfen in allen Gemeinden der Bundesrepublik. In manchen Orten stehen auch Sammeltonnen für Elektronikschrott. Dort können alte Staubsauger kostenlos abgegeben werden. In manchen Gemeinden kommt auch ein Umweltmobil vorbei, das an festgelegten Punkten stoppt. An diesen Stationen können alte Elektrogeräte, darunter auch Staubsauger, abgegeben werden.

3. Rückgabe beim Händler

Seit dem 24. Juli 2016 gilt die Rücknahmepflicht der Händler. Das bedeutet, Händler, die Elektrogeräte verkaufen, müssen sie auch wieder zur Entsorgung annehmen, ohne dafür Kosten zu berechnen. Diese Rücknahmepflicht besteht für alle Händler mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche. Bei Händlern mit gemischten Sortiment zählt allein die Verkaufsfläche für Elektrogeräte. Kleinere Händler sind nicht zur Rücknahme verpflichtet. Viele von ihnen bieten den Service aber freiwillig an. Auch Onlinehändler sind zur Rücknahme verpflichtet, vorausgesetzt, ihre Lagerfläche übersteigt 400 Quadratmeter.

Kleine Elektrogeräte mit einer Kantenlänge von maximal 25 cm (Toaster, Wasserkocher, Föns), können einfach abgegeben werden, ohne dass ein neues Gerät gekauft werden muss. Bei größeren Geräten, zu denen auch Staubsauger gehören, gilt das Prinzip Alt gegen Neu. Wenn der Kunde einen neuen Staubsauger kauft, ist der Händler verpflichtet, das alte Gerät zurückzunehmen.

Die Möglichkeit, alte Elektrogeräte wie zum Beispiel Staubsauger, beim Händler zurückzugeben, wird noch wenig genutzt. Das liegt daran, dass die Händler damit nicht gerade Reklame machen. Sie wollen wertvolle Verkaufsfläche nicht für die Lagerung ausrangierter Elektrogeräte verwenden. Aus diesem Grund verweigern manche Händler auch die Rücknahme, obwohl sie dazu laut Gesetz verpflichtet sind. Mitunter kann da eine Beschwerde bei der zuständigen Verbraucherzentrale große Wirkung zeigen.

Übrigens bieten Onlinehändler zunehmend die kostenlose Rücksendung alter Geräte an.

4. Private Organisationen

Verschiedene Organisationen bieten an, ausgediente Elektrogeräte, darunter auch Staubsauger, bei den Verbrauchern daheim abzuholen und kostenlos zu entsorgen. Sie bewerben diese Option durch Reklamezettel, die an private Haushalte verteilt werden oder durch Anzeigen in der Tagespresse.
Auf den ersten Blick scheint diese Option die bequemste zu sein, weil sich der Verbraucher um nichts zu kümmern braucht. Die Geräte werden von daheim abgeholt und sind dann weg.

Genau hier warnen aber einige Umweltschützer. Die alten Staubsauger, Fernsehgeräte oder Computer verschwinden nicht einfach von der Bildfläche, sondern werden in Entwicklungsländer exportiert. Dort werden sie durch Kinder unter primitiven und gefährlichen Bedingungen zerlegt, die wertvollen Bestandteile wie der Kupferdraht, verkauft und der Rest weggeworfen. Am Rand vieler Städte in der Elfenbeinküste und in Ghana sowie Nigeria existieren inzwischen riesige Müllhalden aus Elektroschrott, vieles davon aus Deutschland.

Reparieren statt entsorgen

Diese Alternative wird inzwischen immer beliebter, schont sie doch nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel des Verbrauchers. In immer mehr Städten entstehen so genannte Reparatur-Cafés, in die Bürger kaputte Geräte bringen können. Dort treffen sie auf Experten (Hobbybastler oder Fachleute im Ruhestand), die gegen ein geringes Entgelt versuchen, den alten Staubsauger oder die alte Kaffeemaschine wieder zum Laufen zu bringen. Nicht selten ist ihre Arbeit sogar von Erfolg gekrönt, weil vielfach nur eine Kleinigkeit kaputt ist. Selbst wenn das Gerät nicht mehr repariert werden kann, wird es immer noch als Quelle für Ersatzteile benutzt. In diesen Reparatur-Cafés wurde schon so manchen “toten” Staubsauger neues Leben eingehaucht, sehr zur Freude des Besitzers.

Reparieren statt entsorgen ist eine Methode, die Umweltschäden verringert, Ressourcen schont und die Verbraucher entlastet. Leider wird sie von der Elektroindustrie nicht gern gesehen, weil dadurch der Absatz neuer Geräte zurückgeht.

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Christian von staubsauger-fibel.de
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Moin Moin würden wir jetzt hier in Leipzig sagen. Ich bin der Christian und quasi das Gesicht hinter der Seite. Ich bin Psychologie-Student (derzeit im Master) und arbeite als Online Marketing Manager in einer Online Marketing Agentur. Mein Job ist es also, Webseiten zu bauen.

Warum jetzt diese Seite?

Naja, ich war damals selbst auf der Recherche, weil ich einen Nasssauger für unseren komplett verdreckten Keller gebraucht habe und ich fühlte mich nicht sonderlich gut beraten durch die ganzen Webseiten, die es zu dem damaligen Zeitpunkt im Netz gab. Viele waren inhaltlich einfach nicht sonderlich überzeugend und andere wiederum wollten mit Faketests die Besucher belügen.

Und genau das war aber der Auslöser für diese Webseite: Ich wollte einen Anlaufpunkt für unterschiedlichste Saugertypen schaffen und dort möglichst viele Informationen gleichzeitig aufzeigen. Deswegen werte ich auch bestehende Testberichte und Erfahrungsberichte aus, schaue mir die unterschiedlichen Plattformen an und so weiter. Ich hoffe jedenfalls, dass Sie sich hier gut aufgehoben und vor allem gut beraten fühlen.

Was sind eigentlich solche Fake-Testseiten? Im Prinzip sind das Webseiten, die behaupten ein bestimmtes Produkt getestet zu haben zu haben, dieses in Wahrheit aber niemals in der Hand hatten (meist haben diese Webseiten auch ein “test” in der Domain). Diese Webseiten wollen sich somit als „seriöses Testunternehmen darstellen“, um Ihnen im Endeffekt mehr zu verkaufen. Meist ist dann das teuerste Produkt auch zufälligerweise der „Testsieger“ – Wen wundert es, denn damit verdienen die Betreiber am meisten Geld.

Im Rahmen dieser Masche gab es auch eine „Abmahnwelle“, die in Abmahnungen seitens der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) bei vergleich.org, warentest.org und einem Betreiber namens Fritz Recknagel als Betreiber der Seite spuelmaschinen-tests.de resultiert sind. Mehr Infos erhalten Sie auf welt.de.

Schauen Sie sich daher die Webseiten, die diesem Vorbild folgen (sichtbar als Screenshot auf welt.de bzw. hier als abgemahnte Referenz – Dies ist übrigens eine archivierte Webseite. D.h. so sah damals die Webseite aus. Nach der Abmahnung hat sich hier natürlich live einiges getan), ganz genau an, überprüfen Sie inwieweit die Produkte auch wirklich getestet wurden (falls natürlich beispielsweise von “in unserem XYZ Test” gesprochen wird) und melden Sie diese gegebenenfalls bei einer zuständigen Verbraucherzentrale, falls Ihnen der Webauftritt suspekt vorkommt.

Die Seite staubsauger-fibel.de wird nicht von Herstellern finanziert! Wir wollen eine möglichst objektive Anlaufstelle für Leute schaffen, die sich vor dem Kauf eines Staubsaugers informieren wollen. D.h. wir lassen uns kein Geld in die Tasche stecken, um bestimmte Produkte besser darzustellen und so weiter. Außerdem checken wir verschiedenste Testberichte und Rezensionen, um Ihnen ein möglichst umfassendes Bild geben zu können.

Die Seite wird über sogenannte “Affiliate-Links” monetarisiert. D.h. wenn Sie sich im verlinkten Shop (z.B. Amazon) ein Produkt kaufen, dann erhalten wir eine Provision (zwischen 1 und 10%). Für Sie entstehen dadurch aber keine Nachteile, der Preis wird nicht höher etc.. Eigentlich bekommen Sie davon gar nichts mir, aber uns ist Transparenz sehr wichtig, weswegen wir Sie hier darauf hinweisen.

Keine Sorge: Unsere Bewertungen, Recherchen und allgemeinen Arbeiten hängen absolut nicht mit der erzielten Provision ab. Eher im Gegenteil, wenn wir Ihnen nur teure Modelle empfehlen würden, damit wir mehr Geld verdienen, würden wir unsere Arbeit einfach schlecht machen. Dennoch schreiben wir unter jede Produktbox, bei der wir durch Ihren Kauf etwas Geld verdienen würden, “Werbung” darunter, weil die Rechtslage einfach sehr undurchsichtig ist. Wenn Sie Fragen Anregungen oder sonstiges haben, dann können Sie uns gerne kontaktieren.

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